Mausgrau ist langweilig, Silbergrau elegant, genauso wie Anthrazit. Es gibt viele Bezeichnungen für Grautöne, dabei ist Grau selbst eigentlich gar keine Farbe – sondern nur eine Abstufung der Helligkeit zwischen Schwarz und Weiß. Deshalb bezeichnet Grau oft etwas, das „dazwischen“ ist. Graue Flächen wirken leblos, sie dämpfen die Stimmung, wirken depressiv. Sprichwörtlich ist der „graue Alltag“, der immer gleich abläuft, die „graue Masse“, in der alle Individualität verloren geht, oder „Novembergrau“, das die Nebel- und Regenzeit mit trübsinniger Stimmung verknüpft.
Grün dagegen gilt in vielen Religionen und Kulturen als Farbe des Lebens. Das erste Grün des Jahres, das das Grau des Winters ablöst, wird mit Freude begrüßt. Auch für die verschiedenen Grüntöne gibt es viele Bezeichnungen, die zum Teil mit Pflanzen, zum Teil mit Jahreszeiten verbunden sind. Die hellen Grüntöne lindgrün oder maigrün unterscheiden sich voneinander, tannengrün ist dagegen dunkel. Grüne Farbtöne wirken beruhigend, erfrischend, hellen die Stimmung auf und beeinflussen Heilungsprozesse positiv.
Was hilft gegen Stadt-Stress?
Stress in Städten kann entstehen durch Lärm und Hektik, zu große soziale Dichte oder soziale Isolation. Verstärkt wird er durch betongraue Hauswände und asphaltgraue Straßen.
Verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Grünflächen in Städten, also beispielsweise innerstädtische Bäume, Rasenflächen, Blumenbeete oder Parks, als wichtige Faktoren angesehen werden können, die gegen Stress schützen.
Sogar kleine Grünflächen oder begrünte Wände wirken sich positiv auf das subjektive Wohlbefinden und objektiv messbar auf die Gesundheit aus.
Die Begrünung in Städten vermindert Ängste, depressive Störungen, psychosomatische Beschwerden und andere psychische Störungen. Die Lebenszufriedenheit nimmt zu, dagegen nehmen Stress und Bluthochdruck ab.
Natur in der Stadt fördert nachweislich nicht nur die Gesundheit, sondern auch das gesellschaftliche Leben vor Ort. In grünen Städten nimmt die soziale Ungleichheit ab und die Kriminalität sinkt.
(Quellen: Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Der positive Einfluss von Stadtnatur auf unsere Gesundheit; Prof. Dr. Mazda Adli, rbb-Interview am 4.7.21)
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