oder: Wieviel CO2 speichert ein Baum?
Im Rahmen der Photosynthese entnimmt der Baum Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Das CO2 wird mit anderen Molekülen verknüpft und umgewandelt und dann im Baum und, durch herabfallende Blätter, im Humus gespeichert.
Dr. Daniel Klein vom Wald-Zentrum der Universität Münster betont: „Wie schnell bzw. wie viel CO2 ein Baum bindet, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die Baumart, das Alter des Baumes, dessen Holzdichte oder Zuwachsrate. Aber auch äußere Faktoren wie das Klima, die Bodenqualität oder die Wasserversorgung spielen eine entscheidende Rolle. Deswegen sind allgemeingültige Aussagen auf diese Frage schwierig." (co2online.de/service/klima-orakel/beitrag/wie-viele-baeume-braucht-es-um-eine-tonne-co2-zu-binden-10658)
Schätzungen gehen davon aus, dass ein Baum im globalen Durchschnitt etwa 10 kg CO2 pro Jahr binden kann, d.h. um 1 Tonne CO2 aufnehmen zu können, muss ein Baum etwa 100 Jahre wachsen. Oder: Es müssen 100 Bäume gepflanzt werden, um jährlich eine Tonne erzeugtes CO2 durch Bäume zu kompensieren.
Aber: Eine in Deutschland lebende Person produziert pro Jahr ca 11 Tonnen CO2! Das heißt, für jedes geborene Kind müssten 1.100 Bäume gepflanzt werden, um das CO2 zu kompensieren, das diese Person im Laufe ihres Lebens produziert – und diese Bäume müssten auch noch 80 bis 100 Jahre alt werden.
Baumpflanzungen sind aus vielen Gründen wichtig: sie spenden Schatten, sie senken in ihrer Umgebung die Temperatur, sie verbessern die Luftqualität und sie speichern CO2.
Aber sie allein können den Klimawandel nicht stoppen. Dazu muss der CO2-Ausstoß massiv gesenkt werden!
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